Wie funktioniert das Ökosystem in einem Flaschengarten?
Ein Flaschengarten ist ein kleines Ökosystem, das in einer Flasche oder einem Gefäß ohne Luftzugang lebt. Aber wie kann ein Ökosystem in einem so begrenzten Raum funktionieren?
Zunächst einmal gibt es in einem Flaschengarten verschiedene Pflanzenarten, die miteinander interagieren. Die Pflanzen produzieren Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff, die für die Photosynthese und Atmung notwendig sind. Die Pflanzenreste und abgestorbenen Blätter werden durch Mikroorganismen abgebaut, die als Dekompositionsbakterien bezeichnet werden.
Die Mikroorganismen sind ebenfalls Teil des Ökosystems und zersetzen die organischen Materialien, die von den Pflanzen produziert werden. Durch diesen Abbau entstehen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, die wiederum von anderen Pflanzen aufgenommen werden. So entsteht ein Kreislauf, der das Ökosystem am Leben erhält.
Im Flaschengarten können auch Tiere leben, die sich von den Pflanzen und anderen Organismen ernähren. Zum Beispiel können Asseln und Regenwürmer den Boden auflockern und Nährstoffe freisetzen. Kleine Insekten wie Milben und Springschwänze ernähren sich von abgestorbenen Pflanzen und Bakterien.
Das Ökosystem in einem Flaschengarten ist jedoch sehr empfindlich und kann leicht gestört werden. Zum Beispiel kann ein Überschuss an Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid das Wachstum der Pflanzen hemmen oder sogar zum Absterben des Systems führen. Es erfordert also eine sorgfältige Pflege und Aufmerksamkeit, um das Ökosystem in einem Flaschengarten am Leben zu erhalten.